Der Mangobaum (Mangifera indica) gehört zur Familie der Sumachgewächse und ist ein immergrüner Obstbaum. Er stammt ursprünglich aus Südasien und wird heute in zahlreichen tropischen und subtropischen Regionen angebaut. Unter günstigen Bedingungen kann ein Mangobaum mehr als 30 Meter hoch und 100 bis 300 Jahre alt werden. Im landwirtschaftlichen Anbau werden die Bäume durch regelmäßigen Schnitt meist niedriger gehalten, damit Pflege und Ernte leichter möglich sind.
Charakteristisch ist seine breite, dicht belaubte Krone. Die länglichen, ledrigen Blätter sind zunächst häufig rötlich oder kupferfarben und werden mit zunehmendem Alter dunkelgrün. Der Baum entwickelt eine kräftige Hauptwurzel und ein weit verzweigtes Wurzelsystem. Dadurch können ältere Mangobäume Wasser und Nährstoffe aus unterschiedlichen Bodenschichten aufnehmen. Sie bevorzugen warme, frostfreie Standorte und gut durchlässige Böden.
Die Blüten wachsen in großen, verzweigten Rispen an den Enden der Zweige. Eine einzelne Rispe kann mehrere Hundert bis Tausende kleine gelbliche, cremefarbene oder rötliche Blüten tragen. Nur aus einem kleinen Teil dieser Blüten entwickeln sich später Früchte. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen, Bienen und weitere Insekten.
Je nach Sorte, Standort und Vermehrungsart trägt ein Mangobaum nach etwa drei bis sechs Jahren erstmals Früchte. Von der Blüte bis zur Reife der Mango vergehen ungefähr vier bis fünf Monate. Die Früchte hängen einzeln oder in Gruppen an langen Stielen und unterscheiden sich je nach Sorte deutlich in Größe, Form und Schalenfarbe. Auch im reifen Zustand können Mangos grün, gelb, orange oder rötlich gefärbt sein. Die Schalenfarbe allein ist daher kein verlässliches Merkmal für den Reifegrad.