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Team Meeting: Deutschland trifft Kenia

LIMBUA macadamia mitarbeiter

Im Juni 2023 reiste ein Teil des deutschen LIMBUA Teams nach Kenia, um die Kolleginnen und Kollegen vor Ort kennenzulernen und Einblicke in die verschiedenen Bereiche der LIMBUA Wertschöpfungskette zu erhalten.

Die Kinderstube der Macadamia

Der Besuch der LIMBUA Standorte rund um den Mount Kenya war für die deutschen Kollegen eine Gelegenheit, die bisher vor allem aus dem digitalen Austausch bekannten Arbeitsbereiche persönlich kennenzulernen.

Die Reise begann mit einem Besuch der Baumschule in Kathangari. Dort ziehen kenianische Mitarbeitende Macadamia-, Avocado- und Mangosetzlinge heran, bevor diese an die Vertrags-Kleinbauern ausgegeben werden. Bei der Aufzucht werden definierte Verfahren für Vermehrung, Veredelung und Pflege angewendet.

Regina Rwamba erläutert die Entwicklung eines Macadamiasetzlings
Baumschulleiterin Regina Rwamba erläutert die Entwicklung eines Macadamiasetzlings

Die Mitarbeitenden der Baumschule erklärten dem deutschen Team die unterschiedlichen Baumarten, Sorten und Veredelungsmethoden. Dabei ging es auch um die spätere Verwendung der Setzlinge auf den Bio-Mischfarmen der Vertrags-Kleinbauern. Bis zum Zeitpunkt des Besuchs waren in den LIMBUA Baumschulen mehr als 200.000 Bio-Setzlinge (Stand 2023) produziert worden.

Mitarbeiterin des deutschen Teams in der LIMBUA Baumschule
Einblicke in die Arbeit der LIMBUA Baumschule

Die biologische Mischfarm

Auch der Besuch mehrerer Vertrags-Kleinbauern auf ihren Bio-Mischfarmen rund um die LIMBUA Standorte war Teil des Programms. Die Kleinbauern nahmen sich Zeit, dem Team die verschiedenen Nutzpflanzen und landwirtschaftlichen Abläufe auf ihren Betrieben zu zeigen. Dabei konnten unter anderem Jackfruit, Bananen und Avocados direkt auf den Farmen probiert werden.

LIMBUA Vertrags-Kleinbäuerin mit ihrer Familie auf einer Bio-Mischfarm
LIMBUA Vertrags-Kleinbäuerin mit ihrer Familie

Auf einer Mischfarm werden unterschiedliche Pflanzenarten auf derselben landwirtschaftlichen Fläche angebaut. Im Gegensatz zu einer Monokultur kombiniert dieses Anbausystem Bäume, Sträucher, Feldfrüchte und weitere Nutzpflanzen mit unterschiedlichen Wachstumsformen und Erntezeiten.

Auch Tiere wie Hühner, Ziegen oder Kühe können Bestandteil der landwirtschaftlichen Betriebe sein. Ihr Dung wird beispielsweise als Ausgangsmaterial für organischen Dünger genutzt. Die Kombination verschiedener Nutzpflanzen und Tiere ermöglicht es den Kleinbauern, unterschiedliche Produkte für die Eigenversorgung und den Verkauf zu erzeugen.

Mitarbeit bei der Macadamiaernte auf einer LIMBUA Bio-Mischfarm
Die Macadamiaernte auf einer Bio-Mischfarm kennenlernen

Das deutsche Team erhielt einen Einblick in den Arbeitsalltag der Vertrags-Kleinbauern. Dazu gehörte die Mitarbeit bei der Macadamia- und Avocadoernte sowie beim Einkauf der Ernten. Unter Anleitung der kenianischen Kollegen entfernten die Mitarbeitenden außerdem die grüne Außenhülle der Macadamianüsse und unterstützten bei der ersten Auslese.

Gemeinsames Entfernen der grünen Außenhülle von Macadamianüssen
Gemeinsames Entfernen der grünen Macadamiahülle auf der Farm

Mitarbeit bei der Verarbeitung

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung der LIMBUA Produktionsanlagen in Ena und Kianyaga. Dort konnte das deutsche Team die einzelnen Verarbeitungsschritte der Macadamianüsse direkt verfolgen. Die geernteten Nüsse werden unter anderem getrocknet, geknackt, kontrolliert und nach definierten Qualitätskriterien sortiert.

Beim eigenen Versuch, Macadamianüsse zu knacken, wurde deutlich, wie viel Erfahrung für diesen Arbeitsschritt erforderlich ist. Zum Öffnen der harten Macadamiaschale kann eine erhebliche Kraft notwendig sein, während der Kern im Inneren möglichst unbeschädigt bleiben soll. Auch die manuelle Auslese erfordert eine sorgfältige Beurteilung der einzelnen Kerne.

Deutsche und kenianische Mitarbeitende bei der manuellen Auslese von Macadamiakernen
Die manuelle Auslese der Macadamiakerne

Auch das Verpacken sowie das Be- und Entladen von Containern in der Logistik waren Teil des Besuchs. Dadurch erhielt das Team einen unmittelbaren Eindruck von den verschiedenen manuellen und organisatorischen Aufgaben an den LIMBUA Produktionsstandorten in Kenia.

Mitarbeitende beim Be- und Entladen in der LIMBUA Logistik
Mitarbeit in der LIMBUA Logistik

Kompostierung von Produktionsreststoffen

Das deutsche Team beteiligte sich außerdem an der Bearbeitung des Bio-Komposts mit einem mechanischen Kompostwender. Bei der Kompostierung werden organische Reststoffe aus der Verarbeitung von Macadamias, Mangos und Avocados kontrolliert abgebaut. Der fertige Kompost führt dem Boden organisches Material und Nährstoffe zu.

Durch die Kompostierung werden beispielsweise Avocadokerne und weitere pflanzliche Produktionsreststoffe als Ausgangsmaterial für ein landwirtschaftliches Betriebsmittel verwendet. Der bei LIMBUA hergestellte Kompost wird den Vertrags-Kleinbauern zur Verwendung auf ihren Bio-Mischfarmen zur Verfügung gestellt.

Deutsche und kenianische Mitarbeitende bei der Bearbeitung von Bio-Kompost
Bearbeitung des Bio-Komposts mit einem Kompostwender

Persönlicher Austausch zwischen den Teams

Neben den Einblicken in die landwirtschaftlichen und betrieblichen Abläufe stand das persönliche Kennenlernen der Teams im Mittelpunkt der Reise. Abseits der regelmäßigen digitalen Besprechungen konnten sich die deutschen und kenianischen Mitarbeitenden direkt über ihre jeweiligen Aufgaben, Ziele und Erfahrungen austauschen.

Die Gespräche verdeutlichten, wie die verschiedenen Arbeitsbereiche zusammenwirken: vom Bio-Anbau auf den Mischfarmen über den direkten Einkauf der Ernten bis zur Verarbeitung und zum Export der Produkte. Der persönliche Austausch erleichtert dabei die Abstimmung zwischen den Teams in Kenia und Deutschland.

Vielen Dank an alle beteiligten Teammitglieder für die Organisation, den fachlichen Austausch und die Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche.

Kenianische und deutsche LIMBUA Mitarbeitende beim Teamtreffen 2023

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