Embu ASK Show und KALRO Open Week
In Embu hat LIMBUA genau dazu erneut den direkten Austausch mit Kleinbauern und Interessierten gesucht.
Direkter Austausch vor Ort
Auf der Embu ASK Show kommt ein breites Publikum zusammen: Kleinbauern und Bäuerinnen aus der Region, lokale Händler, Schulen, NGOs, County-Vertreter, Unternehmen und weitere Aussteller. Das passt auch zum Charakter der Agricultural Society of Kenya, die ihre Shows als landesweite Plattform für landwirtschaftlichen Austausch und Vermarktung organisiert und jedes Jahr an mehreren Standorten durchführt.
Die KALRO Open Week ist anders gelagert. Hier steht der fachliche Austausch über Anbaupraxis, Forschung und konkrete Lösungen für die Landwirtschaft im Vordergrund. KALRO nutzt solche Open Weeks gezielt, um Innovationen und agronomisches Wissen an Farmer und weitere Partner im Agrarsektor zu vermitteln.

Austausch auf der Embu ASK Show zum Bio-Kompost und seiner Anwendung im Farmalltag
Für uns war genau diese Kombination wertvoll: Auf der ASK Show entstehen viele erste Gespräche mit einem breiten Publikum, während die KALRO Open Week stärker Raum für fachliche Nachfragen und vertiefte Diskussionen bietet.
Praxiswissen aus erster Hand
Eine entscheidende Rolle auf beiden Veranstaltungen hatte unser LIMBUA Field Team. Das sind die Kolleginnen und Kollegen, die täglich mit unseren Bio-Erzeugern im direkten Kontakt stehen.
Mit inzwischen über 80 Mitarbeitenden bildet das Team die Brücke zu mehr als 9.000 Vertrags-Kleinbauern und Bäuerinnen rund um den Mount Kenya. Es unterstützt bei biologischen Anbaumethoden, begleitet die Pflege auf den Farmen und hilft bei der Einhaltung sozialer und ökologischer Standards.

Julia Emma Kendi stellt Frass aus der Verwertung organischer Abfälle durch Insektenlarven als organischen Dünger vor
Die Gespräche am Stand waren deshalb sehr praxisnah, denn unsere Field Officers kennen die Bedingungen auf den Höfen und die Herausforderungen im Alltag. Es ging konkret um Pflanzung, Farmpflege, Komposteinsatz und Bio-Anforderungen – aber auch darum, wie sich Kleinbauern LIMBUA als bio-zertifizierte Vertragsfarmer anschließen können.
Praxisnahe Lösungen für den Farmalltag
An unseren Ständen waren nicht nur unsere Endprodukte wie Macadamia-Nüsse, getrocknete Mango sowie Avocadoöl im Mittelpunkt, sondern vor allem die Fragen zu Anbau und Verarbeitung.
Dabei fanden vor allem die Demonstrationen unserer geschulten LIMBUA Teams großes Interesse: Insbesondere unsere veredelten Baum-Setzlinge, die Kompostherstellung sowie unser Ansatz zur Abfallverwertung wurden intensiv nachgefragt. Die praktischen Vorführungen haben viele Besucher angezogen, weil sie gezeigt haben, wie sich nachhaltige Lösungen konkret in den Farmalltag übertragen lassen. Ergänzt wurde dies durch die Vorstellung organischer Inputs, die für den Bio-Anbau geeignet sind.

Auf der KALRO Open Week wurden u.a. veredelte Setzlinge als Grundlage für stabile Erträge vorgestellt
Unsere Setzlinge stammen aus der eigenen, Ecocert-zertifizierten Baumschule in Kathangari. Dort zieht LIMBUA veredelte Macadamia-, Mango-, Avocado- und Kaffeesetzlinge heran. Mehr als 200.000 biologische Setzlinge wurden auf diese Weise bereits produziert. Ziel ist es, Pflanzen bereitzustellen, die stabile Erträge liefern und gut an die lokalen Bedingungen angepasst sind.
Auch unser Rotuba Tosha Kompost war für viele Besucher ein zentrales Thema. Er wird aus organischen Produktionsabfällen der Avocado-, Mango- und Macadamia-Verarbeitung hergestellt. Das Ergebnis ist ein organischer Dünger, der den Humusaufbau unterstützt und die Wasserspeicherung im Boden stärkt.

Morris Mwenda Njeru im Gespräch rund um die Bio-Mango und deren Verarbeitung
Weiterhin wurden den Besuchern Einblicke in das Omnivore-Projekt gegeben. Dabei werden organische Produktionsabfälle in einem Insektenlarvensystem weiterverwertet. Ziel ist es, daraus proteinreiche Futtermittel und biologischen Dünger zu gewinnen sowie Abfälle wieder in den landwirtschaftlichen Kreislauf zurückzuführen. Für die Besucher war dieser Zusammenhang besonders spannend.
Der Austausch endet nicht am Messestand
Die Veranstaltungen haben uns erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort ist. Die Gespräche waren sehr nah an der Realität auf den Farmen. Für uns sind solche Events mehr als ein klassischer Messeauftritt, denn sie schaffen einen niedrigschwelligen Zugang: Kleinbauern und Bäuerinnen sowie weitere Interessierte können Fragen stellen und direkt mit uns ins Gespräch kommen.
Gerade dieser persönliche Kontakt ist entscheidend. Er ermöglicht es uns, zuzuhören, den Bedarf besser zu verstehen und zu zeigen, wie eine Zusammenarbeit mit LIMBUA konkret aussehen kann.

LIMBUA auf der ASK Show – stilgerecht auf Macadamia Schalen platziert